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Gerüstlöcher

  1964 Besichtigungen
Marktgemeinde Scharnstein
Scharnstein, Österreich
Die kreisrunden Löcher in den Wänden der Burgruine Scharnstein stammen von einer bestimmten Bauweise im frühen Mittelalter, die zur Aufmauerung von Mauern an steilen Hängen diente, wo kein Gerüste aufgestellt werden konnte. Rundhölzer aus Fichte oder Tanne mit einem Durchmesser von 10 bis 15 cm wurden quer zur Mauer in Abständen von etwa eineinhalb Metern miteingemauert. Auf den herausstehenden Pfosten konnte man stehen und es konnte Material aufgezogen werden. Somit war es dem Burgmaurer möglich die Mauer immer höher werden zu lassen, in diesem Fall bis zu 20 Meter. Wenn die Mauer fertig war, wurden die Gerüste nacheinander entfernt, indem die überstehenden Hölzer innen und außen einfach abgeschnitten wurden. Die Mittelstücke verblieben in den Mauern, die danach mit Löschkalkputz verputzt wurden, welcher nur bis ins 17. Jhd. erhalten blieb. Heute sind die Wände steinsichtig. Das Holz faulte natürlich später aus den Wänden heraus und die Gerüstlöcher wurden sichtbar.

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