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Die über 400-jährige Geschichte des Museum Geyerhammer wird lebendig

06.04.2019 | PORTRAIT

Die aus diversen TV-Dokus und Kulturformaten bekannte und beliebte Stimme von Otto Clemens erweckt das Sensenmuseum in Scharnstein zum Leben.

Der Geyerhammer in Scharnstein - eine jahrhunderte alte Institution und geschichtsträchtiger Ort in der Region Traunsee-Almtal, an dem die europäische Sensenerzeugung ihre Hochzeit erlebt hat - ist ein beliebtes Museum im Salzkammergut und dennoch verlassene Arbeitsstätte, deren Zeitzeugen in letzter Generation für die Überlieferung der damaligen Ereignisse sorgen und demnach mit der Endlichkeit des Informationsflusses und der Wiederbelebung der Kulturstätte konfrontiert sind. Mitglieder des Kultur- und Heimatvereins Scharnstein-Viechtwang öffnen regelmäßig die Pforten des Geyerhammer um Besuchern Zutritt zum Originalschauplatz der damals größten Sensenproduktionsstätte im europäischen Raum zu gewähren, und wechseln sich mit den Museumsführungen ab. Es ist also meistens jemand da, der sich gut auskennt und mit Freude Informationen vermittelt, die er oder sie entweder aus eigener Erfahrung oder aus Überlieferungen kennt. Jedoch bedeutet dies auch, dass man auf die Verfügbarkeit von bestimmten Personen angewiesen ist, was schlussendlich keine flexible Lösung darstellt.

„Das Interesse die Geschichte zu erhalten und zu pflegen ist groß, doch es kann nicht davon ausgegangen werden, dass es bei den nachfolgenden Generationen in gleichem Maße vorhanden sein wird.“ Ilse Schachinger, Obfrau des Kultur- und Heimatvereins Scharnstein-Viechtwang.

Die Zusammenlegung der Tourismusverbände in Oberösterreich und somit auch im Almtal sei nicht zuletzt Anstoß gewesen brach liegende Projekte in Angriff zu nehmen, damit einen Schritt in eine neue Richtung zu gehen und Potentiale digital zu nutzen.

„Wenn wir es schaffen unsere Geschichte auch dann lückenlos zu vermitteln, wenn niemand von uns "Alten" da ist, dann ist das gewiss von Vorteil.“ Joe Mittermaier, Tourismusverband Traunsee-Almtal

Man entschied sich für XiBIT, da die webbasierte und funktionelle Software genau den Anforderungen für eine flexible Guide-Lösung entsprach. Als Vorlage für die Audioansagen dienten die im Museum ausgestellten Texttafeln. Daraus wurden die wichtigsten Themen ermittelt und diese als Objekte angelegt und zu einem Infoguide zusammengefasst. Die Audioansagen sind teilweise mit Geräuschkulissen hinterlegt worden, so fühlt man sich gleich um Jahrhunderte zurückversetzt.

 

Hier zu sehen: Audiotechniker Robin Gillard (li) und Otto Clemens (re) bei der Aufnahme im Tonstudio.

 

„Die Erstellung der Inhalte stellt generell den aufwendigeren Teil dar, das Erfassen derer im System und das Konfigurieren des Infoguides hingegen ist schnell getan.“ Sandra Daxinger, Projektleiterin bei XiBIT

Besucher können die kostenlose XiBIT-App auf ihr Smartphone laden und damit den im Museum zentral platzierten QR-Code scannen, um Zugriff auf alle Objekte zu erhalten. Für diejenigen, die sich die Beiträge, die in der App zur Verfügung stehen, anhören möchten, liegen im Museum Kopfhörer und Leihgeräte auf. Um auch von außen einen Eindruck vom Inneren des Museums zu erhalten, erstellte man einen zweiten digitalen Infoguide, der jedoch nur einen Auszug aus dem hauptsächlichen Infoguide enthält. Diese abgespeckte Version soll Appetit auf mehr machen und zum Besuch animieren. Um Ausflugsziele attraktiver zu gestalten, müssen Orte lebendig werden, auch wenn diese nur eingeschränkt nutzbar sind, wie z. B. außerhalb der Öffnungszeiten.

„Otto Clemens' legendäre Stimme hebt das Niveau der Inhaltsvermittlung automatisch auf eine sehr hohe Ebene. Zusammen mit der intuitiven Bedienung des Infoguides ist das Ganze nun eine runde Sache.“ Stefan Schimpl, Stellvertretung Geschäftsführung Tourismusverband Traunsee-Almtal

Das Projekt Geyerhammer dient in der Tourismusregion Traunsee-Almtal als Vorzeigebeispiel und soll weitere Museen dazu animieren ihre Inhalte ebenfalls per Infoguide zur Verfügung zu stellen.