Conextra GmbH - Typo3 Warenwirtschaft Systemadministration - Für Sie gemacht
Logo
Europe´s 1st free online infoguide!
DE EN
Aufnahme einer Wohnküche, 1928
Geyerhaus, ehem. Herrenhaus und größtes Arbeiter-Wohnhaus. 1910 waren hier in 21 Wohnungen 103 Personen untergebracht.
Kinder der im Geyerhaus eingemieteten Wohnparteien, Aufn. 1909
Gasthaus Hofmühle, Aufn. ca. 1925. Zentrum des geselligen Lebens der Scharnsteiner Sensenschmiede.
Nach der Arbeit bei den glühendheißen Essen schmeckte das kühle Bier. Aufn. um 1900.
Innenansicht des "Werkskonsums" um 1955
Wohn-Neubau. Im Jahr 1922 im Zuge der letzten großen Ausbauphase der Scharnsteiner Sensenindustrie errichtetes Wohngebäude.

Das soziale Leben

  2668 Besichtigungen
Sensenmuseum Geyerhammer
Scharnstein, Österreich
In Zusammenhang mit dem Aufbau der Sensenindustrie entwickelte sich eine Schicht industriellen Bürgertums in Scharnstein. Neben der Unternehmerfamilie gehörten dazu die leitenden Angestellten, welche „Beamte“ genannt wurden, mit ihren Familien. Sie stammten großteils von außerhalb und führten einen bürgerlichen Lebensstil. Die Werkwohnungen für die Angestellten und die Firmenleitung waren groß, verfügten über einen repräsentativen Wohnbereich, Schlafräume, Zimmer für Kinder und Dienstboten und hatten bereits Badezimmer. Junge, und ledige Sensenarbeiter und –arbeiterinnen erhielten Zimmer im „Burschen- oder Madlhaus“. Sensenarbeiter-Witwen fanden eine Unterkunft im „Witwenhaus“.
Der große Arbeitskräftebedarf der neu aufgebauten Sensenindustrie – 1913 zählten die Redtenbacherwerke 700 Beschäftigte – konnte nur durch den Zuzug von Arbeitnehmern gedeckt werden. Da es in Scharnstein an Wohnmöglichkeiten fehlte, adaptierte das Unternehmen eine Reihe alter Häuser und baute neue Unterkünfte. In den werkseigenen Wohnungen gab es 1910 insgesamt 82 Haushalte, die meist aus vier bis fünf Personen bestanden, und in denen auch Heizmaterial, Seife und Handtücher zur Verfügung gestellt wurden. Neben den Wohnungen gab es firmeneigene Waschküchen, ein Bad, einen Werkskonsum, sowie eine Kantine. Durch die Errichtung von firmeneigenen E-Werken ab 1896 erhielten auch die Werkswohnungen Stromanschlüsse. Viele einheimische Sensenarbeiter und Sensenarbeiterinnen lebten in eigenen Keuschlerhäusern und betrieben nebenbei eine kleine Landwirtschaft.

Die Sozialleistungen erleichterten die Lebensbedingungen der Arbeiter und rechtfertigten geringe Löhne. Um 1900 lagen die Löhne der österreichischen Sensenarbeiter knapp über dem Existenzminimum und oft auch darunter. Nur etwa
10 % gehörten den gehobenen Arbeiterkategorien an, die nicht in ständiger Sorge um die Sicherung ihres Lebensunterhaltes sein mussten. Die Mehrheit der Arbeiter war auf die Sozialleistungen des Arbeitgebers angewiesen und geriet damit in seine Abhängigkeit, die besonders in Konfliktfällen ihre Handlungsmöglichkeiten gegenüber dem Arbeitgeber einschränkte.

Soziale Unterschiede wurden auch in der Kleidung, der Sprache und der Gestik symbolisch zum Ausdruck gebracht. So etwa trugen die echten Sensenschmiede bei der Arbeit Kappen, die Sensenarbeiter, die zur Arbeit einen Hut aufsetzten, galten als „Bauernschmiede“, die vielleicht nur vorübergehend um die Winterzeit zu überbrücken ins Werk gingen. Viele Kleinlandwirte arbeiteten im Sommer in der Landwirtschaft und im Winter im Sensenwerk, da zu dieser Zeit die meiste Arbeit anfiel. Im Frühling wurden die meisten Sensen verkauft.

Die Arbeitsbedingungen im Sensenwerk waren hart und gesundheitsschädigend. Der Lärm der Hämmer, Hitze und Staub und eine oft mehr als elfstündige Arbeitszeit belasteten die Gesundheit der Arbeiter. Bedingt auch durch die beengten Wohnverhältnisse kam es häufig zu Erkrankungen wie Tuberkulose, Typhus und Diphterie.

Sprachen

Infoguides, die dieses Objekt beinhalten, anzeigen

Ähnliches
Frühgeschichte der Sense
Auszug
Sensenmuseum Geyerhammer
4405 Besichtigungen
Das soziale Leben
Auszug
Sensenmuseum Geyerhammer
4519 Besichtigungen
Die Entstehung des Geyerhammer
Auszug
Sensenmuseum Geyerhammer
4549 Besichtigungen
Gründung und Entwicklung der Sensenfabrik Redtenbacher
Auszug
Sensenmuseum Geyerhammer
4752 Besichtigungen
Neue Mittelschule Vorchdorf
Marktgemeinde Vorchdorf
Xplore Energy
11609 Besichtigungen
Energie Checker
TZA-Sabine Watzlik
Xplore Energy
6685 Besichtigungen
Wagenförderung
Bergknappenkapelle Kohlgrube
5339 Besichtigungen
abatec GmbH
Xplore Energy
6889 Besichtigungen
Vorbildliche Energieeffizienz im Hotel Schloss Thannegg
Xplore Energy
7339 Besichtigungen
CAMP MondSeeLand - Nachhaltiger Tourismusbetrieb
Xplore Energy
393 Besichtigungen
HTBLA Vöcklabruck
Xplore Energy
7075 Besichtigungen
Die Abbaumethoden im Wolfsegger Bergbau
Bergknappenkapelle Kohlgrube
5500 Besichtigungen
Das Gezähe - Handwerkzeuge des Bergmannes
Bergknappenkapelle Kohlgrube
5602 Besichtigungen
Biomasseheizwerk Mühldorf
K. u. F. Drack GmbH & Co KG
Xplore Energy
6482 Besichtigungen
Dampfschiff Gisela
TVB Ferieneregion Traunsee
Region_Traunsee
5152 Besichtigungen
Neue Mittelschule Gröbming
Xplore Energy
8339 Besichtigungen
Verwendung der Wolfsegger Kohle
Bergknappenkapelle Kohlgrube
5314 Besichtigungen
Kohlenbrecher & Sortierung Kohlgrube
Bergknappenkapelle Kohlgrube
5614 Besichtigungen
BG-Graspointner Gruppe
BG-Graspointner GmbH
Xplore Energy
330 Besichtigungen
Der Museumsplatz
TVB Ferienregion Traunsee
Region_Traunsee
5265 Besichtigungen