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Linz, Österreich
Das Land der Bibel
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Audioguide: Kultur

„Ich bin der Herr, euer Gott, der euch aus Ägypten herausgeführt hat, um euch Kanaan zu geben und euer Gott zu sein.“ (Lev 25, 38)
Israels Gotteserfahrung ist Befreiung: aus der Zwangsarbeit in Ägypten, aus dem Einfluss von kanaanäischen Stadtkönigen, aus dem Exil in Babylon.

Expedition
Das Land der Bibel

Das Land der Bibel liegt im sogenannten „Fruchtbaren Halbmond“ zwischen Mesopotamien (= Zweistromland, an den beiden Strömen Eufrat und Tigris) im Nord-Osten einerseits und Ägypten am Nil im Süd-Westen andererseits. Wenn sich auch der Jordan mit diesen großen Flüssen nicht messen kann, so garantiert er neben den Steigungsregen vom Mittelmeer her in Palästina eine relativ breite Zone, die landwirtschaftlich genutzt werden kann. Die Wüste wird überall dort, wo Wasser vorhanden ist, zu einem blühenden Garten (vgl. Gen 2, 10-14; Jes 35).

Das Land der Bibel zwischen den Großmächten
Es ist verständlich, dass sich entlang der großen Flusssysteme Staaten gebildet haben, die ihre Macht ständig vergrößern wollten. Besonders die Verbindung zwischen Ägypten und Mesopotamien, das „Philisterland“ (wie die Römer das biblische Kanaan nannten und woraus der geographische Name „Palästina“ entstanden ist) war den Großmächten wichtig.

Man wollte dieses Land nicht nur deshalb erobern und besitzen, weil es fruchtbar war, sondern es hatte eine ganz entscheidende strategische Bedeutung:
Große Truppenbewegungen zwischen Ägypten und den Zweistromland und später nach Kleinasien und Europa, waren nur hier möglich; die großen Wüstengebiete ohne Wasser und Nahrung, d.h. ohne Versorgung der Truppen waren dafür nicht geeignet.

Die Bewohner Palästinas waren immer in Gefahr, überrannt zu werden, bzw. das Gebiet befand sich oft im Würgegriff der Großen und ihrer Machtinteressen, wie es sich in der Geschichte Israels zeigt. Ein Beispiel für das Ringen um die Vorherrschaft in diesem Gebiet ist die Festung Megiddo. Diese Festung überblickt die Ebene von Jesreel und kontrolliert die Einmündung der Straße vom Osten in die Nord-Süd—Verbindung, welche die Römer die „Via maris“ nennen werden.
Nachdem Babylonier 612 v. Chr. Ninive zerstört und dem assyrischen Reich ein Ende gemacht haben, bricht der Pharao auf, um zu zeigen, wer Herr des Vorderen Orients ist.
Auf seinem Feldzug ins Zweistromland stellt sich ihm König Joschija bei Megiddo entgegen. 609 v. Chr. fällt dieser König, der auch die deuteronomische Reform durchgeführt hat (vgl. 2 Kön 23, 29).
Die traurige Erinnerung an Megiddo klingt nach im „Harmagedon“ von Offb 16, 16 als Ort, an dem sich eine Katastrophe mit kosmischen Ausmaßen ereignen wird.

Das Volk

Gott ist mit seinem Volk unterwegs
Das Gottesvolk hat auch in den schwierigen Situationen die Erfahrung gemacht, dass Gott der „Ich-bin-da“ (Ex 3, 14) ist.
Immer wieder verstärkt, aber ab ungefähr 2000 v. Chr. versuchen verschiedene Gruppen von Nomaden sich im fruchtbaren Land anzusiedeln. In einem ersten Stadium wechseln sie in der trockenen Jahreszeit von den Winterweiden der Wüste und Steppe in das bereits besiedelte Kulturland. So kommen sie in Berührung mit der ansässigen Bevölkerung, Brunnen sind wichtige Begegnungsstätten (vgl. Gen 24, 11-14; 29, 2-12; Ex 2, 15-22).
Manchmal kommt es zu Streit mit der bereits sesshaften Bevölkerung, vor allem um das Wasser (vgl. Gen 21, 25-34; 26, 18-22, 32-33), oder weil man durch Heirat den Verlust der eigenen Identität befürchtete (Gen 26, 34-35; 34; positiv dagegen Gen 38, 2.6).
Einige Male ist die Rede davon, dass einer der Stammväter Israels einen Altar für Gott errichtet (Gen 12, 7-8; 13, 18; 26, 25; 35, 1.7).
Es entstehen jedoch keine Wallfahrtsorte, sondern Gott ist bei den Menschen dort, wo sie sich gerade befinden. Die Gottesvorstellung ist die eines mitziehenden, dynamischen Hirten, der für jene sorgt, die sich seiner Führung anvertrauen. Dies ist und bleibt ganz wesentlich für den biblischen Glauben. Wie sich die Vorfahren Israels mit dem Glauben der Kanaanäer auseinandergesetzt haben, wird besonders deutlich in der Erzählung vom Opfer des Abraham (Gen 22). Darin wird Israel ein für allemal deutlich gemacht, dass Gott kein Menschenopfer will und dass wahre Gottesverehrung das sorgfältige und ehrfürchtige Hören auf sein Wort ist. Glauben heißt, auch in der größten Not offen zu bleiben und den Willen dessen zu tun, der zum Guten mahnt.

Halbnomaden in Ägypten
Eine Gruppe der Halbnomaden wird in Ägypten sesshaft (Gen 37-50). Sie muss am schmerzlichsten erfahren, was es heißt, sich in ein anderes Gesellschaftssystem einzufügen. Für Ägypter gehört es damals zum Leben, in der Zeit nach der Ernte bis zur neuerlichen Bestellung der Felder für die „öffentliche Hand“, d. h. für den Pharao, zu arbeiten. Für die Nachkommen freiheitsliebender Nomaden ist dieser Frondienst eine Zumutung. Um 1250 v. Chr. gelingt es ihnen zu fliegen und den nachsetzenden Truppen des Pharao zu entkommen (ex 14). Dieses Ereignis ist die Geburtsstunde des Gottesvolkes. Die Nachkommen Jakobs erfahren auf ihrem Weg durch die Wüste die Hilfe ihres Gottes, der sich Mose als der „Ich-bin-Da“, als Jahwe offenbart. Dieser Gott schließt mit den Geretteten einen Bund nach dem Vorbild von altorientalischen Vasallenverträgen: Gott erscheint und sagt, was er für Israel getan hat (Ex 19). Die Bundesbedingungen werden verkündet (Ex20: Zehnwort = Dekalog; Ex 21-23). Der Bund wird durch Opfer und Mahl geschlossen (Ex 24).

Bundesschluss und Landnahme
In diesen exemplarischen Ereignissen von Landsuche, Unterdrückung, Rettung/Betreiung, Bundesschluss und Landnahme erkennen viele der bereits in Kanaan angesiedelten Stämme eigenen Erfahrungen wieder. Diese werden gebündelt und es entsteht eine durchgehende Erzählung von den Erfahrungen des Volkes Israel. Schließlich verpflichten sich alle in einer Bundesschlusszeremonie zum Glauben an Jahwe (Jos 24). Um 1000 v. Chr. ist dieser Prozess der Landnahme abgeschlossen. Die meist friedliche Einwanderung israelitischer Gruppen wird Jahrhunderte später zwar im buch Josua als kriegerische Landnahme, als Eroberungsfeldzug unter Josua beschrieben; das Buch der Richter dürfte aber eher der Wirklichkeit entsprechen.

Königtum und Tempel
Während der Bedrohung durch die Philister verlangen die Israeliten einen König. Samuel hält ihnen vor, dass dies einem Vertrauensbruch und Glaubensabfall von Jahwe gleichkäme (1 Sam 8, 6-9; 12, 12.17). Das Volk antwortet jedoch: „Auch wir wollen wie alle anderen Völker sein.“ (1 Sam 8,20). Israel zieht es also vor, nicht mehr Gottesvolk, sondern ein Volk wie alle anderen zu sein. Das Königtum beginnt mit einem negativen Vorzeichen.
David gelingt es um 1000 v. Chr. die israelitischen Stämme zu einen, die Philistergefahr zu bannen und die Königreiche jenseits des Jordan tributpflichtig zu machen. Er erobert das kanaanäische Stadtkönigtum Jerusalem und macht es zum politischen und religiösen Mittelpunkt seines Reiches (2 Sam 5; 6). Am Beispiel Jerusalems ist zu sehen, dass die kanaanäische Bevölkerung geduldetd und eingegliedert wurde.

Davids Sohn Salomo baut Jerusalem großartig aus mit dem Tempel als Zeichen der Gegenwart Gottes bei seinem Volk. Für diese Arbeiten führt er den Frondienst ein (1 Kön 5, 27; 9, 15;), vor dem Samuel gewarnt hat (1 Sam 8, 11-17), weil er die Befreiungstat Gottes zunichte macht. Die Einheit des Reiches dauert nicht lange. Nach dem Tod Salomos zerfällt das Reiche in das Nordreich Israel und das Südreich Juda mit Herusalem (1 Kön 12).
Vor allem das Nordreich bleibt bedroht von den Kanaanäern und ihrer Religion. Zudem errichtet der erste König des Nordreiches Jerobeam I. je ein Jahwe-Heiligtum in Dan und Bet-El (1 Kön 12,26-33) mit einem Stierbild als Symbol für Jahwe. Damit ist der Vermischung mit dem Baalskult Tür und Tor geöffnet.

Propheten und Exil
Die Propheten Elija, Elischa, Amos und Hosea treten gegen die Baalsverehrung und gegen die damit verbundenen sozialethischen Vergehen auf. Die Assyrer nehmen 722 v. Chr. Samaria, die Hauptstadt des Nordreiches ein. Die Oberschicht der Bevölkerung wird weggeführt in die assyrische Gefangenschaft. Bevölkerungsgruppen mit anderen Religionen aus verschiedenen assyrischen Gebieten werden angesiedelt. Das führt einmal mehr zu einem Synkretismus (Religionsvermischung). 586 v. Chr. fällt auch das Südreich. Jerusalem und der Tempel werden zerstört, die Oberschicht ins Babylonische Exil geführt.
Im Gegensatz zum Nordreich werden hier keine fremden Elemente angesiedelt. In dieser Zeit der existelntiellen Bedrohung entsteht ein neues Zentrum: die Heiligen Schriften. Alle Überlieferungen werden gesammelt und aufgeschrieben. Vor allem die Bücher Genesis bis zum 2. Buch der Könige sind von daher geprägt und im Geist des Südreichs geschrieben. In Babylon entstehen Synagogen als Stätten des Gebets und der Bildung.

Rückkehr und „Zweiter Tempel“
538 v. Chr. erlauben die Perser die Rückkehr nach Palästina, aber nicht alle gehen zurück. In Babylon entsteht die erste große Diasporagemeinde. Im Jahre 515 v. Chr. wird der wiederaufgebaute „Zweite Tempel“ eingeweiht (Esra 6, 13-22). Der Priester Esra und der Statthalter Nehemia geben dem Gottesvolk ein neues Gesicht: Es beginnt das neue Zeitalter des Judentums. Politische Selbständigkeit erreicht das Gottesvolk mit einer kurzen Ausnahme nicht mehr. Auch kommt es zu keiner Wiedervereinigung der beiden Schwesterstaaten.
Vor allem im Glaubensbekenntnis gehen sie getrennte Wege, die bereits in der Reichstrennung wurzeln. Nachdem die Bewohner des früheren Nordreichs vom Wiederaufbau Jerusalems und des Tempels ausgeschlossen wurden, wird die Kluft immer tiefer. Um 300 v. Chr. sagt sich die Gemeinde am Garizim von Jerusalem los. Die eigenständige Glaubensgemeinschaft der Samaritaner entsteht.

Hellenistischer Einfluss
323 v. Chr. erobert Alexander der Große Palästina. Nach seinem Tod regieren die Ptolemäer in Palästina. Während ihrer Regierung wird der Jahweglaube nicht behindert. Es entstehen jüdische Gemeinden außerhalb von Palästina, vor allem die in Alexandrien. Die Heilige Schrift wird ins Griechische übersetzt (Septuaginta).
Um 200 v. Chr. übernehmen die Seleukiden die Herrschaft in Palästina. Diese bekämpfen den Eingottglauben und fordern, dass auch ihre Götter verehrt werden und die Juden die griechische Lebensweise übernehmen sollen. Dagegen kämpfen die Makkabäer (ab 167 v. Chr.). Es gelingt ihnen für kurze Zeit einen unabhängigen jüdischen Staat zu gründen. Schließlich ist die jüdische Führung in sich so gespalten, dass sie die neue Weltmacht Rom bittet, Ordnung zu schaffen.

Römische Herrschaft zur Zeit Jesu
Ab 64 v. Chr. herrschen die Römer in Palästina. Während der Römerherrschaft wird Jesus von Nazareth geboren. Für die Christen wird seine Geburt zur Zeitenwende. Jesus verkündet, dass in ihm die Gottesherrschaft angebrochen ist. Von manchen Juden wird das als politische Aussage verstanden. Die jüdischen Autoritäten erkennen den religiösen Stellenwert der Verkündigung Jesu. Sie bringen den Römer Pontius Pilatus so weit, dass er Jesus zum Tod verurteilt. Seine Jünger bezeugen jedoch, dass der Gott Israels ihn auferweckt hat. Durch Tod und Auferweckung ist er zum Messias „gesalbt“ worden. Jene, die an ihn glauben, verkünden seine Botschaft zunächst den Juden, aber auch allen anderen Völkern, den Heiden (Mt 28, 18-20).
Der Völkerapostel Paulus spielt bei der Verkündigung und Verbreitung des Christentums eine entscheidende Rolle. Aus der gemeinsamen Wurzel entwickeln sich Judentum und Christentum; ab dem 7. Jh. Bekennen sich auch die Muslime zum Gott Abrahams.

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Hörtext 10
Jesus ist Jude

Jesus denkt, betet und lebt jüdisch. Wer das Alte Testament liest, erforscht die Wurzeln, aus denen Jesus lebte und seine Kraft schöpfte.

„Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und dem Gesetzt unterstellt.“ (Gal 4, 4)
Damit sagt Paulus, dass Jesus wirklich Mensch war und dass er in ein konkretes Volk, das jüdische, hineingeboren wurde. Dies war wichtig, um verschiedenen Irrlehren entgegenzutreten, die sagten, dass Jesus nur einen Scheinleib gehabt habe (Doketismus).

Auch die ersten Jünger und die Apostel waren Juden. Manche Christen am Beginn des dritten nachchristlichen Jahrtausends kennen vom AT oft nur das, was im NT steht. Für Jesus selbst, für die Apostel und für die Urgemeinde ist das AT die Heilige Schrift: das NT gab es ja noch nicht.
Die Schriftsteller des NTs erklären mit Aussagen aus dem AT die Bedeutung, die Jesus für die Menschen hat:

  • Lk 4, 16-21 zeigt, dass Je 61, 1-2 in Jesus erfüllt ist.
  • Petrus deutet das Pfingstereignis (Apg 2, 14-24) als Erfüllung der Verheißung von Joel 3, 1-5.
  • Die Frage des Täufers, ob Jesus der Messias ist (Mt 11, 2-4) wird mit Jes 26, 19; 29, 18; 35, 5-6; 61, 1 beantwortet
  • Die „Stimme aus dem Himmel“ bei der Taufe Jesu (Mk 1, 11) spricht Worte aus Jes 42, 1; Gen 22, 2; Ps 2, 7.
  • Die Gebote der Gottes- und Nächstenliebe (Mk 1, 11) spricht Worte aus Jes 42, 1; Gen 22, 2; Ps 2, 7.
  • Die Gebote der Gottes- und Nächstenliebe (Mk 12, 28-31) finden sich in Dtn 6, 5 und Lev 19, 18.

Das NT und die Kirche verwenden also das AT, um mit Hilfe der Hl. Schrift das Heilshandeln Gottes, das seinen unüberbietbaren Höhepunkt in Jesus von Nazareth erreicht hat, auszusagen. Wenn auch das AT im Licht des Jesusgeschehens zu lesen ist, so ist es nicht überholt oder bedeutungslos geworden. Viele Texte haben bleibende Gültigkeit, z. B. das Bekenntnis zu Gott, der rettet und befreit, die Predigt der Propheten gegen religiöse und soziale Missstände, der Aufruf zum Gebet, die Aussagen über die Schöpfung.

Die Schriften des NT wurzeln im AT

  • Jesus gibt wie Mose Weisungen (z. b. Mt 5, 16, 21-48; 6, 1-18).
  • Er verwendet Formen der Weisheitsliteratur wie Seligpreisungen (Mt 5, 3-11) und Vergleiche (Mt 21, 33 vgl. Jes 5, 1-2; Mt 21, 42 vgl. Ps 118, 22).
  • Er betet die Psalmen (Mt 26, 30; 27, 46) und lehrt die Jünger zu beten (Mt 6, 9-13). Er verwendet dazu die Formensprache und Inhalte von Psalmen und von jüdischen Gebeten, z. B. das Kaddischgebet.Er erfüllt nicht nur die prophetische Verheißung, sondern ist selbst der Prophet, auf den die Menschen hören sollen (Mt 17, 5 vgl. Dtn 18, 15; 18). Er prangert die Vergehen der Menschen an (z. B. Mt 23, 13-39). Mit dem Schicksal des Gottesknechts (Jes 52, 13-53, 12) wird der Tod und die Auferweckung Jesu gedeutet.
  • Jesus nennt sich „Menschensohn“, eine Gestalt, die aus den Büchern Ezechiel und Daniel bekannt ist (Mk 8, 31).
  • Jesus ist der Messias (Joh 4, 25; 26; Mk 8,29; Joh 11, 27). Im Judentum ist der Messias ein Gesalbter, wie es die Könige (1 Sam 10, 1; 16, 13; Ps 89, 21) und später die Hohenpriester Israels (Lev 8, 12) waren. Einen leidenden Messias konnte man sich allerdings im Judentum nicht vorstellen.
  • Er ist der Sohn Gottes. Auch das Gottesvolk, Angehörige des Volkes Israel, werden als Söhne und Töchter des lebendigen Gottes bezeichnet (Ex 2, 22; Hos 2, 1; 11, 1; Mt 5, 9; Röm 8, 14, 16).

Messias und Gottessohn wurden im Christentum Hoheitstitel, die Jesus in besonderer, ja ausschließlicher Weise zugesprochen werden. Das Bekenntnis „Jesus ist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes“ (Joh 11, 27; Mt 16, 16) ist einer der Gründe für die Trennung zwischen Christentum und Judentum. Jesus kam im Lauf seiner Verkündigung und mit seiner Auslegung des ATs immer mehr in Konflikt mit dem Sadduzäern und später auch mit den Pharisäern. Sie wollten den unangenehmen Rufer und Mahner zum Schweigen bringen. Es wurde ihm der Prozess gemacht und seine Ankläger waren Juden, weil er zur jüdischen Glaubengemeinschaft gehörte. Seine Gegner verstanden es geschickt, die Menge auf ihre Seite zu ziehen. Wenn in den Evangelien gesagt wird, dass „die Juden“ Schuld am Tod Jesu sind, so waren dies die einflussreichen Gegner Jesu und die von ihnen mobilisierten Leute, nicht alle Juden.

Die Loslösung vom AT
Das NT bekommt schärfere Konturen, wenn berücksichtigt wird, dass es seine Wurzeln im AT hat. Der historische Jesus lebte in Palästina und er sprach eine semitische Sprache. Die Apostel haben schon bald das Evangelium von Tod und Auferweckung Jesu in der ganzen damals bekannten Welt verkündet. Die Weltsprache war aber Griechisch, die Sprache einer anderen religiösen Welt, die Sprache der Denker und der Philosphen. Mit der Sprache entwickelt sich auch der Glaube weiter. Dazu kommt noch das lateinische (definierende) Denken. Aus einem Glauben, der auf der lebendigen Beziehung zu einem einzigen Gott aufbaut und das ganze Leben umfasst, wird im Lauf des ersten Jahrtausends eine Religion mit einem Gebäude von Wahrheiten, die festgelegt sind und die man glauben muss. Glauben heißt dann: für wahr halten. Die Wurzel unseres Glaubens, die Bibel, wird jahrhundertelang zweitrangig.

Dennoch hat der Satz von Hieronymus nach wie vor Gültigkeit:
„Die Schriften nicht kennen, heißt Christus nicht kennen.“ Das Wort des Apostels Paulus „Nicht du (Christ) trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich.“ (Röm 11, 18) ist Mahnung und Aufforderung, die Quellen kennenzulernen.

Bezüge aus dem AT zum Vaterunser:
„Wie ein Vater sich seiner Kinder erbarmt, so erbarmt sich der Herr über alle, die ihn fürchten.“ (Ps 103, 13)
„Meinen großen Namen werde ich wieder heiligen.“ (Ez 26, 23)
„Sie setzen Könige ein, aber gegen meinen Willen …“ (Hos 8, 4)
„Denn schon erschaffe ich einen neuen Himmel und eine neue Erde.“ (Jes 65, 17)

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