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Arschleder als Teil der Musikkapellentracht

Arschleder

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Bergknappenkapelle Kohlgrube
Wolfsegg a. H., Österreich
Das Arschleder, auch Bergleder genannt, zählte im Bergbau zur Kleidung des Bergmannes. Es diente als Schutz des Hosenbodens bei der Arbeit sowie zum persönlichen Schutz gegen Bodennässe und Kälte beim Sitzen. Eine Zierde war der Metallverschluss des Hinterleders vor dem Bauch des Bergmannes. Das Arschleder gelangte im 15. Jahrhundert aus der slowakischen Bergbauregion um Schemnitz (Banská Štiavnica) in die deutschen Bergbauregionen. Das Tragen des Arschleders stand nur Bergleuten und Bergbeamten zu. Es stellt dadurch analog zu Schlägel und Eisen ein einigendes Symbol des Bergmannsstandes dar. Später wurde es auch außerhalb der Arbeitstätigkeit in schmuckvollen Ausführungen zum Berghabit (Paradeuniform) bei Bergparaden getragen. Bei bergmännischen Brauchtumsveranstaltungen wird dieses Utensil auch für den sogenannten „Ledersprung“ genutzt.
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