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Heimwehrübung im Almtal, Aufn. am 15.04.1934
Betriebsrat der Fa. Redtenbacher, Aufn. 1953. Nach 1945 konnten sich wieder demokratische Parteien und eine gewerkschaftliche Vertretung der Arbeiter etablieren.
Jugendordner der Sozialistischen Arbeiterjugend Scharnstein. Sie wären im Februar 1934 bereit gewesen, den Widerstand der Sozialdemokraten gegen die Zerschlagung von Demokratie und Arbeiterbewegung mitzutragen.

Politik und Wirtschaftskrise in Scharnstein

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Sensenmuseum Geyerhammer
Scharnstein, Österreich
Die schwierige politische Lage der 1920er Jahre hatte auch ihre Auswirkungen in der Almtalgemeinde. Die Scharnsteiner Schutzbündler demonstrierten bei öffentlichen Aufmärschen kämpferische Entschlossenheit, sie besaßen aber wenige Waffen. Anders die Scharnsteiner Heimwehr, deren Kommandant, der Betriebsleiter der Redtenbacherwerke Dr. Fritz Maix, ein leitendes Mitglied der oberösterreichischen Heimwehren war. Der mit 90 % außergewöhnlich hohe Anteil an Arbeitern in der Scharnsteiner Heimwehr ist zum einen auf die Mitgliedschaft von hoch qualifizierten Sensenarbeitern zurückzuführen, die sich nicht der Arbeiterbewegung zugehörig fühlten. Zum anderen hofften viele mit dem Beitritt zur Heimwehr ihre durch die Absatzkrise gefährdeten Arbeitsplätze erhalten zu können. Während die Sozialdemokraten unter der autoritären Regierung Dollfuß’ zurückgedrängt und nach dem Bürgerkrieg im Februar 1934 verboten wurden (die kommunistische Partei war bereits 1933 verboten worden), verstärkten sich in den 1930er Jahren die Aktivitäten der Nationalsozialisten. Auch in Scharnstein wurden heimlich Hakenkreuzfahnen gehisst, Flugzettel verstreut und Bölleranschläge gegen Repräsentanten des österreichischen Staates verübt.

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