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Mit dem Embed-Code kannst du jetzt deinen Infoguide auf deiner eigenen Webseite zur Verfügung stellen.

Im Zeitalter einer wachsenden Digitalisierung ist der Ausstellungsbesuch oder der Kulturtourismus nicht mehr ausschließlich an den realen Aufenthalt an einem Ort gebunden, sondern kann mit XiBIT zeit- und ortsunabhängig ausgedehnt werden. Ausstellern, Museen und Touristikern erschließen sich somit neue Kommunikations- und Vermittlungswege, die zur digitalen Sichtbarkeit und einer größeren Reichweite beitragen.

61 % der Reisenden informieren sich vor Reiseantritt umfassend im Internet über ihr Reiseziel. Über digitale Angebote können BesucherInnen ihren kulturtouristischen Besuch eines Museums oder Themenweges o.ä. im Vorfeld besser planen und vorbereiten. Das Ziel der Kulturinstitution sollte es also sein die digitale Präsenz zu optimieren.

Wie man sich bettet, so liegt man.

Vielleicht ist es euch schon aufgefallen: Im XiBIT-Adminbereich hat sich eine neue praktische Funktion dazugesellt, die es euch erlaubt, den bei XiBIT erstellten Infoguide auf weiteren Webseiten mittels HTML-Code einzubetten. So ist euer Infoguide nun nicht mehr nur über die XiBIT-Webplattform und über die App auffindbar, sondern auch über eure eigene Homepage. Voraussetzung dafür ist der Objekt- und Infoguidestatus "web", nämlich dann ist die Veröffentlichung eurer Inhalte im Web erlaubt. Somit ergeben sich aktuell folgende Zugriffsmöglichkeiten zu objekt- bzw. ausstellungsbezogenen Informationen:

Der Zugriff über XiBIT-Labels - entweder bei Ausstellungen vor Ort oder auch auf Drucksorten (wie z.Bsp. Marketingmaterial), je nach Anforderung - erlaubt BesucherInnen Informationen durch z. Bsp. Abscannen des downloadbaren QR-Codes zu erhalten. Hinsichtlich Marketing ergeben sich mit dem Einbinden eines QR-Codes auf z. Bsp. Broschüren neue Wege Inhalte an das Publikum zu bringen und Papier lebendiger zu machen. Durch Zugriff über die Suchfunktion kann die gewünschte Information auch ohne eine spezifische Objekt- oder Raummarkierung auch von zu Hause aus oder unterwegs gefunden werden. So auch beim Zugriff über den Vorschaulink eines Infoguides: Eingebettet in jede für deine Anforderung erdenklich sinnvolle Webseite sorgt er für ein größeres Wirkungsspektrum deiner Inhalte. Views sind natürlich bei XiBIT messbar per Abrufstatistik.

Mit XiBIT erstellt du einen digitalen Infoguide für deine Ausstellung ganz einfach über's Web - Was es zu beachten gibt:

1) VERÖFFENTLICHE DEINE PROFILSEITE

Unter "Mein Account"(rechts oben, wenn du eingeloggt bist) kannst du Profil- und Hintergrundbild, Beschreibungstext und Videos zu dir bzw. deiner Institution hochladen. Erst wenn du den Status auf "sichtbar" stellst, erscheint deine Profilseite bei XiBIT:

  

 

2) ERSTELLE & BESCHREIBE OBJEKTE

In der Objektübersicht erstellst du Objekte, welche du mit diversen Medien bei Bedarf mehrsprachig beschreiben kannst. Beachte: Bei Museen sind Objekte eher Inventar einer Ausstellung, bei Tourismusinstitutionen 
z. Bsp. Points of Interest.

 

3) ERSTELLE DEINE INFOGUIDES

Ein Infoguide ist die Zusammenfassung einzelner Objekte, die örtlich und/oder thematisch in Beziehung zueinander stehen. Beschreibe deinen Infoguide ebenfalls mehrsprachig und weise dem Infoguide bereits erstellte Objekte zu.

 

4) ACHTUNG: SICHT-BARKEITSSTATUS

Rechts oben bei Objekt- und Infoguide-Detailseiten kannst du den jeweiligen Status bestimmen: Unsichtbar, Sichtbar (nur per Label abrufbar) & Web (Inhalte sind auch im Web verfügbar, Infoguides werden auf deiner Profilseite veröffentlicht.):

 

5) INFOGUIDE VIA WEB/LABELS ABRUFEN

Hast du deinen Infoguide im Web veröffentlicht oder ein downloadbares XiBIT-Label heruntergeladen und in Räumen/Printmedien implementiert, ist dein Infoguide abrufbar. Markiere auch einzelne Objekte, verwende dabei Vorlagen zur Beschilderung!

 

Solltest du Fragen haben oder Unterstützung benötigen, kannst du uns auch gerne persönlich kontaktieren, schreibe einfach eine Email an support@xibit.at oder rufe uns an unter +43 (0)5 08010.

Viel Spaß beim Erstellen deines Infoguides, wünscht dir dein

XiBIT-Team!

Was BesucherInnen im Inneren eines Museums erwartet zeigt der „Miniguide“, der im Außenbereich platziert wird und einen Auszug des hauptsächlichen Infoguides enthält.

Viele Museen haben fixe Öffnungszeiten, die wenigsten 7 Tage die Woche und somit ständig geöffnet. Kleinere Museen sind in puncto Öffnungszeiten oft auf ehrenamtliche Mitarbeiter angewiesen oder können sich aus zeitlichen oder monetären Gründen nicht unbedingt nach dem wünschenswerten Optimum richten.

Trotzdem Präsenz zeigen.

Der XiBIT-Miniguide ermöglicht es BesucherInnen ins Museum reinzuschnuppern – egal ob außerhalb der Öffnungszeiten oder währenddessen – , bietet MuseumsbetreiberInnen mehr Flexibilität hinsichtlich Informationstransport und Personal, weil damit auch weitere wertvolle Infos über das Museum transportiert werden können. So stehen BesucherInnen nicht vor verschlossenen Türen und können sich damit trösten, zumindest einen Teil der Objekte zu erfahren, die einen im Inneren des Museums erwarten.

Nicht zu freizügig, aber ein bißchen darf man schon herzeigen...

Viele MuseumsbetreiberInnen möchten, dass ihre Inhalte den Menschen vor Ort vorbehalten sind. Die Beweggründe dafür sind nachvollziehbar: Man möchte Menschen ins Museum bewegen, ihnen das Museumserlebnis näher bringen, als Kompetenzzentrum wahrgenommen werden. Der Sichtbarkeitsstatus eines XiBIT-Infoguides im Museum ist deshalb prinzipiell gerne „sichtbar“ und nicht „sichtbar und XiBIT-Suche“, das erlaubt das ausschließliche Abrufen des Infoguides vor Ort. Beim Miniguide für den Außenbereich hingegen sollte der Sichtbarkeitsstatus „sichtbar und XiBIT-Suche“ eingestellt werden, somit ist der Miniguide auch über die XiBIT-Suche abrufbar und erscheint auch auf der Profilseite des Ausstellers und in der Map, die Überblick über die Inhalte in der Region bietet. Ein Schild mit dem QR-Code zum Miniguide in Eingangsnähe macht darauf aufmerksam, dass Inhalte abgerufen werden können. Mit der Sharing-Funktion können Inhalte über Facebook & Co. dann noch mehr Menschen erreichen. Eine weitere gute Möglichkeit Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben.

Objektbezogene Informationen können mit XiBIT sehr leicht transportiert werden, egal ob diese einem bestimmten Publikum vorbehalten sein sollen oder für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Man fühle sich ermuntert, nicht mit seinen Inhalten zu geizen, denn Menschen möchten ihre Umgebung erkunden. Im Zeitalter des Internets informiert man sich ja gerne auch schon vor dem Museumsbesuch über das zu erwartende Erlebnis und wird mit dem Miniguide erst recht zu einem persönlichen Besuch motiviert.

Ein Miniguide kann übrigens auch alleine eingesetzt werden, bedingt also nicht das Vorhandensein eines Infoguides im Museum, ist schnell erstellt – vor allem, wenn es bereits ein paar Inhalte vom Museum gibt – und verhilft zu mehr Präsenz, online als auch offline.

Die Geschichte der Burgruine Scharnstein jetzt per Infoguide erleben

Jetzt tun sie es und erzählen mit dem XiBIT-Infoguide von längst vergangenen Tagen, als die Burgruine noch Mittelpunkt der Herrschaft Scharnstein war. Nur die wenigsten Ausflügler wissen, wenn sie das beliebte Ausflugsziel im Almtal erklimmen, was sich hier vor Jahrhunderten zugetragen hat, welche Adelsgeschlechter sich hier niederließen und was dazu geführt hat, dass die Burg Scharnstein zu der verlassenen Ruine wurde, die sie heute ist. Die überschaubare Wanderstrecke wird gerne von vielen Menschen von nah und fern aufgesucht, nicht zuletzt wegen der atemberaubenden Aussicht und der geschichtsträchtigen Atmosphäre, die die Ruine bietet und damit nicht nur Mittelalter Fans anlockt.

Bild: Nach einer kleinen Geschichtsstunde Spaß haben und das mittelalterliche Ambiente genießen – ein perfekter Sonntagsausflug!

Scharnstein und die Tourismusregion Traunsee-Almtal gehen mit dem Infoguide für die Burgruine Scharnstein erneut einen Schritt in Richtung interaktiver Besucherinformation. Wenn man zukünftig sein Tascherl für den Tagesausflug zusammenpackt, sollte man in Erwägung ziehen – auch wenn man eigentlich nur das Naturerlebnis sucht – seine Ohrstöpsel einzupacken um sich kurz die Geschichte hinter der Ruine am eigenen Smartphone anzuhören, nachdem man genug Energie getankt hat und bevor man den Schauplatz wieder talabwärts verlässt. Das regt die Fantasie an und erweckt somit die alten Gemäuer zum Leben

„Otto Clemens, der seine Stimme bereits dem Museum Geyerhammer in Scharnstein leiht, erzählt neben der Architektur über frühere Eigentümer bis zur Auflassung der Burg. Auch zur Wagnerkapelle am Fuße der Burgruine gibt es eine Sage, die man sich mit XiBIT anhören kann. Die Audioansagen wurden mit Geräuschen wie z. B. Wind verehen, was die Spannung erhöht und authentisch klingt.“ Christian Steinhäusler, Vorsitzender Ortsausschuss Scharnstein - Tourismusverband Traunsee-Almtal)

Nachdem BesucherInnen die kostenlose App heruntergeladen haben, können sie mittels QR-Code, der auf den zwei Tafeln am Parkplatz im Tal und oben auf der Burgruine platziert ist, auf den Infoguide zugreifen. Weiters ist es möglich über die Suchfunktion in der App oder auf der Webseite www.xibit.info den Infoguide zu finden. Die Gemeinde Scharnstein bettete mit dem im Backend automatisch generierbaren Code den Infoguide auch auf der Gemeinde-Homepage ein, sodass auch von hier aus darauf zugegriffen werden kann. Da der Status "öffentlich" vergeben wurde, kann und darf auch über Social Media brav geteilt werden ;-)

Die aus diversen TV-Dokus und Kulturformaten bekannte und beliebte Stimme von Otto Clemens erweckt das Sensenmuseum in Scharnstein zum Leben.

Der Geyerhammer in Scharnstein - eine jahrhunderte alte Institution und geschichtsträchtiger Ort in der Region Traunsee-Almtal, an dem die europäische Sensenerzeugung ihre Hochzeit erlebt hat - ist ein beliebtes Museum im Salzkammergut und dennoch verlassene Arbeitsstätte, deren Zeitzeugen in letzter Generation für die Überlieferung der damaligen Ereignisse sorgen und demnach mit der Endlichkeit des Informationsflusses und der Wiederbelebung der Kulturstätte konfrontiert sind. Mitglieder des Kultur- und Heimatvereins Scharnstein-Viechtwang öffnen regelmäßig die Pforten des Geyerhammer um Besuchern Zutritt zum Originalschauplatz der damals größten Sensenproduktionsstätte im europäischen Raum zu gewähren, und wechseln sich mit den Museumsführungen ab. Es ist also meistens jemand da, der sich gut auskennt und mit Freude Informationen vermittelt, die er oder sie entweder aus eigener Erfahrung oder aus Überlieferungen kennt. Jedoch bedeutet dies auch, dass man auf die Verfügbarkeit von bestimmten Personen angewiesen ist, was schlussendlich keine flexible Lösung darstellt.

„Das Interesse die Geschichte zu erhalten und zu pflegen ist groß, doch es kann nicht davon ausgegangen werden, dass es bei den nachfolgenden Generationen in gleichem Maße vorhanden sein wird.“ Ilse Schachinger, Obfrau des Kultur- und Heimatvereins Scharnstein-Viechtwang.

Die Zusammenlegung der Tourismusverbände in Oberösterreich und somit auch im Almtal sei nicht zuletzt Anstoß gewesen brach liegende Projekte in Angriff zu nehmen, damit einen Schritt in eine neue Richtung zu gehen und Potentiale digital zu nutzen.

„Wenn wir es schaffen unsere Geschichte auch dann lückenlos zu vermitteln, wenn niemand von uns "Alten" da ist, dann ist das gewiss von Vorteil.“ Joe Mittermaier, Tourismusverband Traunsee-Almtal

Man entschied sich für XiBIT, da die webbasierte und funktionelle Software genau den Anforderungen für eine flexible Guide-Lösung entsprach. Als Vorlage für die Audioansagen dienten die im Museum ausgestellten Texttafeln. Daraus wurden die wichtigsten Themen ermittelt und diese als Objekte angelegt und zu einem Infoguide zusammengefasst. Die Audioansagen sind teilweise mit Geräuschkulissen hinterlegt worden, so fühlt man sich gleich um Jahrhunderte zurückversetzt.

 

Hier zu sehen: Audiotechniker Robin Gillard (li) und Otto Clemens (re) bei der Aufnahme im Tonstudio.

 

„Die Erstellung der Inhalte stellt generell den aufwendigeren Teil dar, das Erfassen derer im System und das Konfigurieren des Infoguides hingegen ist schnell getan.“ Sandra Daxinger, Projektleiterin bei XiBIT

Besucher können die kostenlose XiBIT-App auf ihr Smartphone laden und damit den im Museum zentral platzierten QR-Code scannen, um Zugriff auf alle Objekte zu erhalten. Für diejenigen, die sich die Beiträge, die in der App zur Verfügung stehen, anhören möchten, liegen im Museum Kopfhörer und Leihgeräte auf. Um auch von außen einen Eindruck vom Inneren des Museums zu erhalten, erstellte man einen zweiten digitalen Infoguide, der jedoch nur einen Auszug aus dem hauptsächlichen Infoguide enthält. Diese abgespeckte Version soll Appetit auf mehr machen und zum Besuch animieren. Um Ausflugsziele attraktiver zu gestalten, müssen Orte lebendig werden, auch wenn diese nur eingeschränkt nutzbar sind, wie z. B. außerhalb der Öffnungszeiten.

„Otto Clemens' legendäre Stimme hebt das Niveau der Inhaltsvermittlung automatisch auf eine sehr hohe Ebene. Zusammen mit der intuitiven Bedienung des Infoguides ist das Ganze nun eine runde Sache.“ Stefan Schimpl, Stellvertretung Geschäftsführung Tourismusverband Traunsee-Almtal

Das Projekt Geyerhammer dient in der Tourismusregion Traunsee-Almtal als Vorzeigebeispiel und soll weitere Museen dazu animieren ihre Inhalte ebenfalls per Infoguide zur Verfügung zu stellen.

Nica Junker - visual artist

24.05.2018 | PORTRAIT

Die international tätige bildende Künstlerin verschlug es als solche schon nach Shanghai, Paris, Jakarta, Tokyo, Marseille und beehrte letzten Monat Linz mit ihrer Ausstellung "the beauty of the lingering time".

Am 20.04.2018 endete die 10-tägige Vernissage der gebürtigen Saarbrückerin Nica Junker im Splace, der Galerie der Kunstuniversität Linz. „The beauty of the lingering time“ ist der Titel der Ausstellung, die den Entstehungsprozess von Nicas PhD-Arbeit zum Thema „Zur Entwicklung einer künstlerischen Methode der „Partizipativen Fotografie“ zur De- und Rekonstruktion gesellschaftlicher „Denkmodelle“ durch die Fotografie am Beispiel der Visualisierung der Modellhaftigkeit der Zeit.“ als work in progress bildlich dokumentiert. Ein wichtiges und zentralesThema ihrer Arbeit ist dabei die „Raumlosigkeit“. Kurz vor Abbau habe ich die sehr sympathische und herzliche Künstlerin besucht.

Für Kunstinteressierte erweist sich das Gezeigte als eindrucksvolle, chronologisch fotografisch dokumentierte Fotoserien von Erlebnissen und Eindrücken, in denen das Zusammenspiel des Fehlens von Zeit und Raum die Hauptrolle spielt. Die Ausstellung beschäftigt sich mit den Themen der Erinnerung und der Zeit. Nica visualisierte ein subjektives Gefühl der Zeit, das dem einer Zugfahrt gleicht: Man sitzt im Abteil und fährt rückwärts. Dabei schaut man aus dem Fenster und die Bilder der Außenwelt rauschen vorbei und mischen sich mit den Bildern des Innenraums. Außenschau und Innenschau legen sich gleich einer Doppelbelichtung eines Films in der Kamera übereinander. Durch die Doppelbelichtung von Meer- und Schneelandschaftsfotografien mit Industriegebieten gelang es Nica das Aus-der-Zeit-sein eindrucksvoll herauszuarbeiten. Charmant geschriebene Texte begleiten die Fotografien und beschreiben die Entstehungsprozesse. Das Herzstück der Ausstellung ist jedoch die mit drei Flatscreens präsentierte Videoinstallation der Umsetzung des Themas in Bewegtbild und die Projektion des Films auf die Fensterscheiben des Splace, die des nächtens beachtenswerte Eindrücke im Außenbereich erzeugt.

 

movie presentation

„Die Beziehung von Zeit, Raum, Tod, Geburt und Liebe fasziniert mich. Ich erforsche deren Grenzen, indem ich mich mit Themen wie Erinnerung, Zukunft, Wünsche, Träume, Paralleluniversen, Zeitverschiebung u.s.w. auseinandersetze.“ (Nica Junker, visual artist)

Die 1975 in St. Ingbert im Saarland geborene Filmregisseurin studierte Philosophie und Vergleichende Literaturwissenschaften in Leipzig und an der Sorbonne in Paris. Zwischen 1999 und 2005 folgte ein Regiestudium an der HFF „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg, bevor sie 2008 das Postgraduate Certificate im Fach Fotografie am Central Saint Martin’s College of Art and Design in London erwarb. Es folgten einige Dokumentar- und andere Filme, Aufenthalte und Dozententätigkeiten im Ausland wie Japan, Frankreich etc. und namhafte Preise. Seit 2014 arbeitet Nica an ihrem Ph.D in artistic research an der Kunstuniversität Linz.

Das Video zu „The beauty of the lingering time“ kann zur Zeit auch in der aktuellen Ausgabe zum Thema Zeit des Splace Magazins - das digitale Magazin der Kunstuniversität Linz - betrachtet werden.

Die Ausstellung über den Bergbau-Ort im oberösterreichischen Hausruckviertel wird digital und eröffnet sich seinen BesucherInnen unabhängig von Zeit und Ort.

Im Schauraum der Berknappenkapelle Kohlgrube in Wolfsegg/Hausruck wurden über Jahre hinweg jegliche Hinterlassenschaften der prägenden Kohle-Ära von Vereinsmitgliedern und engagierten Hobbyisten liebevoll zusammengetragen um sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Entstanden ist eine beeindruckende Sammlung von Relikten, die lückenlos die Zeitspanne von den ersten Kohlevorkommen im 18. Jahrhundert bis zur Werksschließung der Wolfsegg-Traunthaler Kohlenwerks AG - die legendäre Bergbaugesellschaft, die von Alois Miesbach, Rothschild und Graf Julien-Wallsee 1856 gegründet wurde - beschreibt. Da nach böhmischem Vorbild die Musik zu den Traditionen im Bergbau auch hier von Anfang an dazugehörte, ist es den Musikanten sehr daran gelegen diese besondere Zunft nicht aussterben zu lassen.

„Unsere geschichtsträchtige Ortschaft ist allein wegen des Kohleabbaus an Ort und Stelle entstanden. Unsere Vorfahren waren Bergarbeiter. Damit uns in Erinnerung bleibt, wer wir sind und woher wir kommen, möchten wir, dass die Geschichte der Kohlgrube nicht in Vergessenheit gerät.“ (Manfred Ecker, Tuba)

Die Bergknappenkapelle Kohlgrube wurde im Jahr 1852 von böhmischen Bergleuten gegründet, welche von der Herrschaft Wolfsegg ins Land gerufen wurden. Es war nur eine kleine Zahl von 16 Mann, die sich zu einer Blasmusik zusammenschlossen um für die in der Kolonie Kohlgrube neu angesiedelten Bergleute aufzuspielen. Heute ist der Musikverein ein Kulturträger in der Gemeinde Wolfsegg am Hausruck, der an Traditionen festhält, Brauchtum pflegt und die Werte einer Gemeinschaft an die Jugend weitergibt.

2006 wurden die heute als Industriedenkmäler und Veranstaltungsorte genutzten Betriebsanlagen der WTK unter dem Motto „Kohle und Dampf“ von der Landesausstellung Oberösterreich zur Schau gestellt. Das hat das Thema „Bergbau“ in Wolfsegg wieder aufleben lassen und wir konnten dadurch viele Menschen erreichen.“ freuten sich die Vereinsmitglieder.

„Damit sich Menschen unabhängig von Zeit und Ort auch weiterhin über unsere Geschichte informieren können, haben wir einen digitalen Infoguide bei XiBIT erstellt. Da das Thema Öffnungszeiten wie bei vielen Vereinen, deren Mitglieder sich ehrenamtlich engagieren, problematisch ist, drängt sich die Notwendigkeit geradezu auf einen alternativen Weg zu finden um die Inhalte unseres Schauraumes der Öffentlichkeit zu präsentieren.“ (Adalbert Valenta, 80 Jahre, Zeitzeuge und Schauraumführer)

Adalbert Valenta hat den Bergbau noch selbst miterlebt, kann sich an alles erinnern, als wäre es gestern gewesen, und übernimmt vorwiegend die Führungen im Schauraum. Authentisch, in Mundart und Bergmannssprache, lässt er die frühere Zeit aufleben und bringt sogar Laien dazu sich in das Thema einzufinden. Es war also sehr naheliegend seine Erzählungen für die Nachwelt zu erhalten und Infoguide-Ansagen nicht mit einem neutralen Sprecher, sondern mit ihm selbst zu produzieren. „Das macht das Ganze erst richtig authentisch.“ sind sich die stolzen Musikanten einig.

Der Infoguide kann ausstellungsbegleitend von Besuchern vor Ort als Informationsquelle am eigenen Smartphone genutzt werden, aber auch von Interessierten zuhause vor dem Computer. Mit der Sharing-Funktion kann er über soziale Medien geteilt werden und somit viele Menschen erreichen. Vorerst gibt’s den Guide leider nur auf Deutsch, eine englische Version folgt.

Glück Auf!

Anti-Form

17.11.2017 | PORTRAIT

Format Statt Uniformität

Die Bezeichnung einer Passform von Jeans, die lockeren Sitz verspricht, stand bei der Namensfindung für das gleichnamige Design- und Siebdrucklabel aus St. Georgen nicht Pate. Dennoch sieht Gründer Michael Schumer einen Zusammenhang bezüglich der Ungezwungenheit und damit verknüpft den Willen sich von starren Mustern zu befreien. Seit der Eröffnung der Werkstatt am Attersee 2010 ist ein Kollektiv entstanden, das ursprünglich als T-Shirt-Eigenmarke gedacht war. 2012 gesellte sich Raffaela Schumer (vormalig Malz) dazu und das kreative Duo begann gemeinsam Kunst- & Auftragsprojekte unter dem Namen ANTI-FORM abzuwickeln.

Raffaela ist Stylistin mit Leib und Seele und außerdem Betreiberin des Vöcklabrucker Frisiersalons „Salon Frida“. Dort werden nicht nur alte Zöpfe abgeschnitten: Das Konzept einer Frisierstube und einer Verkaufsstelle für Kunst und Produkte von ANTI-FORM manifestiert den Crossover- und Networking-Aspekt.

„Wir lieben es analoge mit digitalen Stilmitteln zu mischen.
Dadurch entsteht Spannung und individueller Charakter einer Arbeit.“
(Michael Schumer, Inhaber von ANTI-FORM)

Über die Jahre kann man anhand der Artworks von ANTI-FORM die Kristallisation einer eigenen Handschrift erkennen. Sei es auf Skateboards, Shirts oder Verpackungen und Paperprints – durch die Verquickung der Handarbeit mit den Möglichkeiten digitaler Manipulation entstehen Bilderwelten, die auf ihre Art immer etwas Subversives haben. „Vielleicht lässt sich das am ehesten auf das ‚Try and Error’-Prinzip zurückführen.“

Dabei ergänzen sich beide in der Art sich auf ein Experiment einzulassen. Stilistisch läuft es meistens auf ein Ergebnis raus, das einen gewissen „Twist“ hat. In welcher Art sich dieser Dreh offenbart, hängt von den verwendeten Materialien und Medien ab. Mit anderen Worten geht es darum Reibung zu erzeugen. Diese kann sich in einer detailliert-figürlichen Art ausdrücken oder durch eine naive Formensprache. Es braucht allerdings kein Chaos sondern einen Freiraum, der organisiert werden muss, damit sich beide dem Experimentieren hingeben können.

„Wir arbeiten manchmal gar autodidaktisch und kombinieren Papier Collagen, Textilien, Lebensmittel, Ölkreiden, Acrylmalerei, Linolschnitt oder was immer uns in die Hände fällt im freien Fall miteinander. Dabei entstehen unterschiedliche Strukturen, die uns Material für Grafiken, Print oder Textildesign liefern.“ (Raffaela Schumer, Co-Inhaberin von ANTI-FORM)

Neben Künstlern des (frühen) 20. Jahrhunderts, wie Hundertwasser, Andy Warhol, Frida + Diego, David Bowie, Pattie Smith, Picasso und Kandinsky sieht sich Raffaela auch von mutigen zeitgenössischen KünstlerInnen beeinflusst, die Mut haben „rauszuhauen, was geht"! Und dass was geht im Hause ANTI-FORM, zeigen die Pläne sich eingehender mit Bewegtbildern zu beschäftigen „Wir haben zwar Menschen vom Fach für Film und Animation parat, denke aber, dass es für die Entwicklung der eigenen Skills wichtig ist sich mit neuen Arbeitsmedien zu beschäftigen und zu experimentieren,“ so Michael Schumer – und am Ende kommt doch eine Hose dabei raus.

Mit XiBIT befinden sich alle Infos zu unseren Tieren jetzt auch am Smartphone!

Eingebettet in die märchenhafte Postkartenidylle des oberösterreichischen Almtals liegt der Cumberland Wildpark Grünau - ein bewaldetes Paradies für Wanderer und Naturfreunde. Als eines der beliebtesten Ausflugsziele der Region lädt der im Mai 2015 neu wiedereröffnete Wildpark zur Entdeckungsreise durch die hiesige Flora und Fauna und erfreut sich über rege Besucherzahlen. Mit 60 Hektar Fläche und etwa 500 tierischen Bewohnern gehört der Wildpark zu den europaweit größten seiner Art.

Die immense Artenvielfalt der auf dem Areal lebenden Organismen bietet eine einmalige Sinneserfahrung, Lerninhalte, sowie die Möglichkeit Energie und Kraft zu tanken. Auf zwei unterschiedlich langen Rundwegen in einem nahezu unversehrten Ökosystem können BesucherInnen zahlreiche Informationen über heimische Tierarten, die teilweise vom Aussterben bedroht waren, aber auch andere europäische Wildtiere erfahren. Liebevoll gestaltete Texttafeln vermitteln den Besucherinnen und Besuchern auf spielerische Art allerlei Wissenswertes über die Bewohner des jeweiligen Geheges. Trotz der Tatsache, dass das Naturereignis große und kleine EntdeckerInnen das Smartpone vergessen lässt, wuchs mit der Zeit der Bedarf nach einem flexiblen Edutainment-System. Und nachdem der Wildpark mittlerweile nicht nur ein Highlight des lokalen und landesweiten Tourismus ist, sondern auch internationales Publikum anlockt, hat man sich für die Verwendung eines professionellen Besucherinformationssystems entschieden. XiBIT bat die perfekte und vor allem kostengünstige Infoguide-Lösung.

„XiBIT verhilft dem Wildpark nicht nur zu einem topmodernen Image, sondern bietet fremdsprachigen Besuchern die Möglichkeit Informationen zu unseren Tieren auf Englisch abzurufen. Aus Gründen des Platzmangels wäre die Bereitstellung von fremdsprachigen Texten auf unseren Infotafeln gar nicht möglich.“ (Bernhard Lankmaier, Geschäftsführer des Cumberland Wildpark Grünau

Das Abscannen des QR-Codes mit der kostenlos downloadbaren App für iOS und Android gibt dank der Georeferenzierung der einzelnen Stationen und deren Darstellung in einer Map auch Auskunft darüber, wo man sich augenblicklich aufhält. Die zehn beliebtesten Tiere wurden mit einer Audioansage in Deutsch und Englisch ausgestattet, so kann man sich beim Voranschreiten zur nächsten Station die Informationen auch vorlesen lassen.

„Die Erstellung unseres Infoguides konnten wir selbst über's Internet vornehmen, auch die Wartung und Reihung der einzelnen Stationen kann je nach Bedarf von uns selbst erledigt bzw. verändert werden. Dies ist ein Vorteil, wenn ein Gehege verlegt, aufgelassen wird oder neu dazukommt.“

erfreut sich Lankmaier über die neue Errungenschaft, “nicht zuletzt, weil XiBIT in der Basisversion kostenlos ist und wir unser z.T. aus Spenden finanziertes Geld lieber für unsere Tiere ausgeben.“

Wer es vergangenen Sommer nicht in den Cumberland Wildpark Grünau geschafft hat, sollte einen Besuch in den Herbst- oder Wintermonaten einplanen, denn auch in der kühleren Zeit des Jahres wird man regelrecht verzaubert von der malerischen Landschaft der nahezu unberührten Natur und der friedlichen Koexistenz von Braunbären, Wölften, Luchsen und Co.

Giovi

19.05.2017 | PORTRAIT

Zu Besuch im Atelier des charismatischen Künstlers aus dem Almtal im Salzkammergut.

„Prozess und Dynamik eines entstehenden Werkes stehen für mich im Vordergund.“ beantwortet der oberösterreichische Künstler Giovi die Frage danach, was seine Kunst ausmache. „Dabei lege ich Wert auf einen archaischen, also ursprünglichen und einfachen Umgang mit dem Arbeitsmaterial. Authentisch wie der Künstler selbst ist seine Kunst. Dabei Kaum zu übersehen: die kräftige Dynamik und die Naturverbundenheit, die aus jedem seiner Werke strotzt. Giovis Kunst ist spannend, abgründig und verflochten. Erdige Farben und Formen verschlingen sich in seinen Bildern und erzeugen eine Szenerie aus geologischen und animalischen Elementen, die ab und an vielleicht etwas Düsteres besitzen mag, wenn man jedoch genauer hinsieht, wunderschön geerdet ist und die Fantasie des Betrachters regelrecht auffordert abzuheben. Der aus einem Holzbetrieb stammende 38-jährige Maler und Bildhauer aus Grünau im Almtal (Österreich) lebt und arbeitet in seinem Atelier mitten im Grünen und verwendet neben Farbe und Leinwand vorwiegend Materialien wie Holz, Speckstein und Metalle jeglicher Art.

Portrait des Künstlers

Seinen künstlerischen Werdegang intensivierte er bereits als Schüler mit dem Besuch der HBLA für künstlerische Gestaltung in Linz und dem anschließenden Studium an der MultiMediaArt mit Schwerpunkt Illustration, Fotografie und Film in Salzburg. Mittlerweile lebt er als freischaffender Künstler und schafft Kreativarbeit mit hohem Wiedererkennungswert. Ein echter „Giovi“ ziert gleich zwei Plätze in der Heimatgemeinde: Die monumentale Holzskulptur „AlmaSulis“, eine Auseinandersetzung mit Wasser und dessen unbändiger Kraft, schwebt über dem  Almfluss und „Der Schwall“, eine Verkörperung der Identität des Almtals, verschönert den Vorplatz des neuen Gemeindeamts.

Neben seinen vielfältigen kreativen Tätigkeiten unterrichtet Giovi auch. Er gibt Kreativkurse für Kinder von fünf bis zehn Jahren: „Ich gewähre den Kindern die größtmögliche Freiheit. Sie können einfach tun, wonach ihnen ist. Jeder kommt in seinem Malgewand, das nicht geschont werden muss. Material ist in Hülle und Fülle vorhanden. Da ist alles möglich. Da wird gemischt, geschüttet, gepinselt, gespritzt und gespachtelt. Und wenn nichts dabei herauskommt, dann kommt eben nichts dabei heraus. Ich bekomme zwar Geld für diese Kurse, den besonderen Wert ziehe ich aber daraus, wie unglaublich viel ich von den Kindern zurückbekomme: Ich werde stetig daran erinnert, dass Kreativität mit Leichtigkeit zu tun hat, und dass man keinen besonderen Zugang braucht, sondern nur die Freiheit zu tun.“

Giovi unterrichtete von 2009 bis 2010 zudem Studierende an der Fachhochschule Hagenberg, einer Fakultät für Informatik, Kommunikation und Medien. Sein Thema: Kreativität zur Problemlösung“.

„Hier geht es darum, den Leuten die Angst vor dem Zeichnen zu nehmen. Nach der Unterstufe in der Schule sagen bereits alle ‚Ich kann nicht zeichnen’. Kinder sagen das nie. Irgendwo im Schulapparat wird einerseits Zeichnen zur Kunst hochstilisiert und andererseits degradiert, frei nach dem Motto ‚Kreativunterricht braucht sowieso niemand’. Da passiert es schnell, dass der entspannte Umgang mit dem Zeichnen verloren geht. Unter Handwerkern ist es üblich schnell etwas aufzuzeichnen, wenn man nicht versteht, was der andere meint. Auch in Ländern, deren Sprache man nicht beherrscht, ist zeichnen sehr hilfreich. Für mich ist es vordergründig eine Fremdsprache: Unkompliziert, auf der Hauswand oder auf einem Stück Holz. Auf Fachhochschulen und Unis sind die Menschen oft sehr leistungs- und erfolgsorientiert. Ich bemühe mich, den Studierenden zu zeigen, was Kreativität ist, wie Inspiration passiert, wie man mit offenen Augen durch’s Leben geht. Dass es wichtig ist eine zeitliche Balance zwischen Input und Output entstehen zu lassen. Sie müssen auch lernen, nein zu sagen. Und es geht darum, nicht alles zu Ende zu denken. Ich verblüffe sie damit, dass sie mir etwas mit Händen, Füßen und Zeichnen erklären sollen, ganz egal, wie gut die Zeichnungen sind. Es soll sehr ungezwungen funktionieren. Interessante Menschen begegnen einem möglicherweise im Kaffeehaus. Da zeichnet man einfach schnell etwas auf einen Bierdeckel.“

Wenn ihr neugierig geworden seid, seht euch mit XiBIT Giovis Ausstellungen an und lasst Euch inspirieren!